Zuletzt geändert am 23.04.2008
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Marlesreuth wird französisch

 
Übergang des ehemaligen Fürstentums Bayreuth an Frankreich 1807 - 1810

Am 12. Juni 1806 stiftete Napoleon den Rheinbund.

Am 6. August 1806 erfolgte die formelle Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation durch Verzichtleistung des Kaisers Franz II. auf die deutsche Kaiserwürde.

Am 14. Oktober 1806 wurde das preußische Heer bei Jena und Auerstädt vollständig besiegt.

Im Tilsiter Frieden, am 9. Juli 1807, in dem König Friedrich Wilhelm III. die Hälfte seiner preußischen Monarchie verlor, mußte er auch das ehemalige Fürstentum Bayreuth an Frankreich abtreten.
Das Bayreuther Land blieb im Besitz der Franzosen von 1807 - 1810.

Zivilgouverneur war Auditeur im französischem Staatsrat Camille de Tournon, der die Verwaltung schon am 14. November 1806 übernommen hatte und bereits am 27. November 1806 die Landesbehörden auf Napoleon vereidigt hatte. 
Das Bayreuther Land wurde als pays reserve erklärt, war staatsrechtlich französisches Land, blieb aber seinen bisherigen Gesetzen (Allgemeines preußisches Landrecht) unterworfen.
Am 29. August 1807 entband der preußische König die Beamten des Landes vom Treueeid gegen ihn, was Tournon allen Behörden des Landes am 21. September 1807 mitteilen ließ.